Thomas Grund, Geschäftsführer

Geschäftsführer der Ambulanten IntensivPflege

Atmungstherapeut Thomas Grund - Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin – leitet die von ihm gegründete Ambulante IntensivPflege, kurz AIP, in Hamburg.
Atmungstherapeut Thomas Grund: „Wir haben die Zeit für aktivierende Pflege.“

Ich bin ein geborener Dienstleister, habe schon mit 14 Jahren gekellnert. Aber die Krankenpflege lag dann doch näher, schließlich hat meine ganze Familie etwas damit zu tun. Als ich 1973 im Krankenhaus St. Georg zu lernen begann, war mein Bruder schon ein halbes Jahr dort“, erinnert sich Atmungstherapeut Thomas Grund an seine ersten Schritte im Beruf. Das Examen als Krankenpfleger hatte er 1976 in der Tasche und 1980 schloss er seine Zusatzausbildung zum Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin ab. Anfang der 90er Jahre gründete Thomas Grund die „Häusliche Beatmungspflege HBP“, im Jahr 2000 folgten die Ausbildung zum Pflegedienstleiter und die Umfirmierung zu AIP Ambulante IntensivPflege. Doch damit nicht genug: Seit 2012 ist Thomas Grund außerdem Atmungstherapeut.

Was treibt ihn an im Job? Was motiviert einen nach so vielen Jahren in der Pflege, weiter am Ball zu bleiben? „Ich habe die Möglichkeit, die Dinge selbst voranzutreiben, die Initiative zu ergreifen und für den Erfolg meiner Arbeit, selbstverständlich immer in Abstimmung mit den Klienten und ihren Angehörigen, selbst verantwortlich zu sein“, schildert Atmungstherapeut Thomas Grund seine Aufgaben, „man kann seine Visionen mit den Klienten leben.“

Den Menschen ermöglichen, woran sie selbst nicht mehr glauben

Was sind das für Visionen? Ist das Ziel, ein wenig so zu arbeiten, wie Schauspieler Omar Sy alias Driss in „Ziemlich beste Freunde“? „Ein wenig? Genau so ist es! Ich habe zwar eine andere Hautfarbe und bin vielleicht nicht so muskulös wie der Filmheld, aber den Menschen trotz einer solchen Behinderung, trotz einer so schweren Erkrankung ermöglichen, woran sie selbst nicht mehr geglaubt haben, das ist es!“ Thomas Grund erinnert sich, wie er mit Ende 30 mit einem Klienten im Wohnmobil nach Italien fuhr. „Das war ein vollständig gelähmter, beatmungspflichtiger Klient. Er wollte gern noch einmal zu seiner Mutter. Heute müssten wir bei solch einem Unternehmen vermutlich viel mehr Fragen beantworten als damals: Wer bezahlt das? Wer übernimmt die Verantwortung? Ist das rechtlich statthaft?“

Atmungstherapeut Thomas Grund:
Zeit für aktivierende Pflege

Doch die Jahre haben nicht nur mehr Bürokratie mit sich gebracht, sondern auch positive Entwicklungen: „Anfang der 90er haben wir Menschen aus den Krankenhäusern geholt, die wurden rund um die Uhr beatmet, aber nur vier Stunden betreut. Heute hat fast jeder Beatmete eine 24-Stunden-Betreuung. Wir haben die Zeit für aktivierende Pflege.“ Für Atmungstherapeut Thomas Grund ist die außerklinische Intensivpflege der einzige Bereich, in dem man sich ganzheitlich um die Menschen kümmern kann: „Hier kann man seine Ideale noch leben.“